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E-Book 2026 · PKV-Ratgeber

Ratgeber

Die Zusammenfassung des PKV-Ratgebers in acht Kapiteln: Systemvergleich GKV und PKV, Beitragslogik, Leistungsbausteine, Wechselweg, Gesundheitsprüfung, Aufsicht und Sicherheit, Qualitäts-Checkliste sowie Steuern und Fazit — inklusive Ausblick auf die beschlossenen Änderungen 2027.

JAEG 2026
77.400 €
GKV-Höchstbeitrag KV
1.017,19 €
AG-Zuschuss max. KV
508,59 €

Kapitel 1

Ausgangslage und Rechengrößen 2026

Wer wählen darf — und mit welchen Zahlen gerechnet wird

Rund 90 Prozent der Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert, etwa 10 Prozent privat. Die Wahlfreiheit entsteht für Arbeitnehmer erst, wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) überschreitet. Bis dahin besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Rechengröße 2026Wert und Bedeutung
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)77.400 € im Jahr bzw. 6.450 € im Monat. Wird sie überschritten, endet die Versicherungspflicht und die Wahl zwischen freiwilliger GKV und PKV steht offen. Sondergrenze für am 31.12.2002 bereits privat Versicherte: 69.750 € im Jahr.
Beitragsbemessungsgrenze (BBG)69.750 € im Jahr bzw. 5.812,50 € im Monat — bis hierhin wird der GKV-Beitrag erhoben.
GKV-Höchstbeitrag Kranken1.017,19 € im Monat (14,6 % allgemeiner Beitragssatz plus 2,9 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag), hälftig getragen.
GKV-Höchstbeitrag Pflege209,25 € bei 3,6 % — zusammen mit der Krankenversicherung 1.226,44 € im Monat. Kinderlose ab 23 zahlen 0,6 Prozentpunkte Zuschlag allein (244,13 €).
Arbeitgeberzuschuss PKVmaximal 508,59 € (Kranken) und 104,63 € (Pflege) im Monat.
Krankentagegeld / Krankengeldhöchstens 135,63 € pro Tag, zugleich 70 % des Brutto- und 90 % des Nettoeinkommens.

Kapitel 2

Die GKV verstehen

Solidarprinzip, Sachleistung und die Grenzen des Leistungskatalogs

Die gesetzliche Krankenversicherung folgt dem Solidarprinzip: Der Beitrag bemisst sich am Einkommen, die Leistung am medizinisch Notwendigen. Grundlage ist das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 12 SGB V — Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.

Sachleistungsprinzip (§ 2 SGB V)

Versicherte legen die Karte vor, die Kasse rechnet direkt mit dem Leistungserbringer ab. Es gibt keine Rechnung und keine Vorleistung.

Beitragsfreie Familienversicherung

Ehepartner und Kinder ohne eigenes nennenswertes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert — der strukturelle Vorteil der GKV für Familien.

Kontrahierungszwang

Die Kassen müssen aufnehmen, wer die Voraussetzungen erfüllt — ohne Gesundheitsprüfung und ohne Risikozuschlag.

Politisch veränderbar

Der Leistungskatalog wird gesetzlich bestimmt und kann jederzeit angepasst werden; ein individueller Bestandsschutz besteht nicht.

Typische Grenzen im Alltag zeigen sich bei Zuzahlungen (zehn Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 € je Arznei-, Verband- und Hilfsmittel, Belastungsgrenze zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen bzw. ein Prozent bei chronisch Kranken), bei Festzuschüssen für Zahnersatz, bei der Wartezeit auf Facharzttermine und bei Heil- und Hilfsmitteln, die nur im Rahmen fester Kataloge erstattet werden.

Kapitel 3

Die PKV verstehen

Äquivalenzprinzip, Beitragslogik und die Leistungsbausteine

Die private Krankenversicherung folgt dem Äquivalenzprinzip: Der Beitrag ergibt sich aus dem individuellen Risiko und dem vereinbarten Leistungsumfang, nicht aus dem Einkommen. Was im Vertrag steht, ist lebenslang garantiert und kann nicht politisch gekürzt werden.

BeitragsfaktorWirkung auf den Beitrag
EintrittsalterJe früher der Eintritt, desto länger die Ansparphase für Alterungsrückstellungen und desto niedriger der Beitrag.
GesundheitszustandVorerkrankungen können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.
LeistungsumfangAmbulant, stationär, Zahn und Zusatzbausteine werden einzeln kalkuliert.
SelbstbeteiligungSenkt den Beitrag im Gegenzug für ein kalkulierbares jährliches Eigenrisiko.
Gesetzlicher Zuschlag10 Prozent fließen in die Alterungsrückstellungen und dämpfen den Beitrag im Alter.

Leistungsmehrwerte, die starke Tarife auszeichnen

Heilpraktiker und Psychotherapie

Alternative Medizin bis zu den Höchstsätzen des Gebührenverzeichnisses; starke Tarife erstatten Psychotherapie ohne Sitzungsbegrenzung.

Sehhilfen und Augenlasern

Brillen und Kontaktlinsen etwa bis 1.200 € je zwei Kalenderjahre, Laser-Operationen innerhalb der tariflichen Höchstbeträge.

Wahlleistungen im Krankenhaus

Chefarztbehandlung ohne Deckelung auf GOÄ-Regelsätze und Ein-Bett-Zimmer; bei Verzicht zahlen viele Tarife ein Ersatz-Krankenhaustagegeld.

Kur und Reha

Starke Tarife übernehmen Anschlussheilbehandlung und Reha nach Vorleistung der Sozialversicherungsträger und zahlen Kurtagegeld bis 250 € pro Tag.

Zahnersatz bis 90 Prozent

Zahnbehandlung regelmäßig zu 100 Prozent, Zahnersatz samt Implantaten mit 80 bis 90 Prozent — die GKV kennt nur Festzuschüsse.

Die Zahnstaffel

Fast alle Versicherer begrenzen Zahnleistungen anfangs, etwa auf 10.000 € in drei Jahren; ab dem vierten Jahr entfällt die Grenze.

Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattung

Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den Versicherte pro Kalenderjahr selbst tragen, bevor der Versicherer leistet. Sie wird bei Vertragsabschluss gewählt — für alle Bereiche zusammen oder getrennt nach ambulant, stationär und Zahn. Es gibt auch prozentuale Modelle, etwa 50 Prozent Eigenanteil bis maximal 600 € im Jahr. Viele Tarife erstatten Vorsorge, Impfungen und professionelle Zahnreinigung ohne Anrechnung.

Werden in einem Kalenderjahr keine Rechnungen eingereicht, zahlen viele Tarife eine Beitragsrückerstattung von bis zu sechs Monatsbeiträgen. Sie kann erfolgsabhängig jährlich neu festgelegt oder in den Versicherungsbedingungen garantiert sein, wird im Folgejahr ausgezahlt und bei unterjährigem Beginn anteilig berechnet. Eine Familienversicherung kennt die PKV nicht: Sie folgt dem Individualprinzip mit eigenem Vertrag, eigener Gesundheitsprüfung und eigenem Beitrag je Person.

Kapitel 4

Der Wechsel in die PKV

Versicherungsfreiheit erreichen und den Wechsel sauber umsetzen

Versicherungsfrei werden Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die JAEG im laufenden Jahr (2026: 77.400 €) und im Folgejahr (2027: voraussichtlich 84.600 €) überschreitet. Sie werden automatisch freiwilliges GKV-Mitglied — und haben erstmals die freie Wahl.

  1. 01

    Beratung und anonyme Risikovoranfrage

    Bedarf klären, Tarife vergleichen und die Versicherbarkeit anonym bei mehreren Gesellschaften prüfen lassen — ohne Spuren im Hinweis- und Informationssystem.

  2. 02

    PKV-Antrag stellen

    Nach der Annahme folgen Annahmebestätigung, Bescheinigung für den Arbeitgeber und Nachversicherungsnachweis für die Krankenkasse.

  3. 03

    GKV nachweislich kündigen

    Als freiwilliges Mitglied wird zum Ende des übernächsten Monats gekündigt, der Nachversicherungsnachweis wird beigelegt.

  4. 04

    Nahtloser Übergang

    Beispiel: Kündigung im Mai, Ende der GKV am 31. Juli, Beginn der PKV am 1. August — ohne Deckungslücke, denn die Versicherungspflicht nach § 193 Abs. 3 VVG bleibt jederzeit erfüllt.

Arbeitgeberzuschuss und Krankentagegeld

508,59 €
Höchstzuschuss Kranken 2026
104,63 €
Höchstzuschuss Pflege 2026
5.812,50 €
Beitragsbemessungsgrenze/Monat

Privat versicherte Arbeitnehmer zahlen ihren Beitrag zunächst vollständig selbst. Der Arbeitgeber erstattet nach § 257 Abs. 2a SGB V einen steuerfreien Zuschuss in Höhe der Hälfte des Beitrags, höchstens jedoch so viel, wie er auch in der gesetzlichen Versicherung zahlen würde. Zuschussfähig sind neben dem Volltarif auch stationäre Wahlleistungen, das Krankentagegeld und der Beitragsentlastungstarif — jeweils hälftig innerhalb der Höchstbeträge.

GKV: Krankengeld

Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung nach § 3 EFZG zahlt die Kasse Krankengeld für bis zu 72 Wochen: 70 Prozent vom Brutto, maximal 90 Prozent vom Netto, gedeckelt auf 135,63 € pro Tag (2026).

PKV: Krankentagegeld

Die PKV kennt kein Krankengeld. Ein Krankentagegeldtarif ab dem 43. Tag ist für Angestellte Pflichtprogramm; er zahlt steuerfrei und zeitlich unbegrenzt, moderne Tarife leisten auch beim stufenweisen Wiedereinstieg anteilig.

So funktioniert die Abrechnung

  1. 01

    Behandlung und Rechnung

    Arztrechnungen kommen meist quartalsweise. Medikamente und Brillen werden sofort bezahlt, die Belege anschließend eingereicht.

  2. 02

    Prüfung der Beitragsrückerstattung

    Zu Jahresbeginn die voraussichtliche Rückerstattung prüfen und Belege gegebenenfalls bis Anfang des Folgejahres sammeln.

  3. 03

    Einreichen

    Bequem per App, E-Mail oder Post — bei den meisten Versicherern in wenigen Minuten erledigt.

  4. 04

    Erstattung

    Meist innerhalb weniger Werktage. Häufig kann die Erstattung abgewartet und die Arztrechnung innerhalb des Zahlungsziels überwiesen werden; Kürzungen werden detailliert erläutert.

Kapitel 5

Gesundheitsprüfung und Anwartschaft

Das Eintrittsticket — und wie man sich richtig vorbereitet

Vor der Annahme bewertet der Versicherer das medizinische Risiko. Gefragt wird typischerweise nach ambulanten Behandlungen der letzten drei Jahre, stationären Aufenthalten der letzten fünf Jahre, bestehenden Krankheiten und Implantaten, Fehlsichtigkeit, Kinderwunschbehandlungen, Behinderungen, chronischen Erkrankungen, Minderungen der Erwerbsfähigkeit, Suchtmittelkonsum der letzten drei Jahre sowie HIV.

Mögliches ErgebnisBedeutung
NormalannahmeAufnahme zu Normalkonditionen ohne Zuschlag und ohne Ausschluss.
RisikozuschlagProzentualer Aufschlag, später überprüfbar und reduzierbar — außer bei chronischen Erkrankungen.
LeistungsausschlussAuch befristet möglich, etwa sechs Monate Ausschluss der Wahlleistungen für ein Sprunggelenk nach Bänderriss.
AblehnungMit Eintrag im Hinweis- und Informationssystem (HIS), den andere Versicherer einsehen können.

Anzeigepflicht nach § 19 VVG

  1. 01

    Fahrlässigkeit

    Rückwirkender Risikozuschlag oder Leistungsausschluss — der Vertrag wird angepasst.

  2. 02

    Verschweigen

    Der Versicherer kann binnen eines Monats nach Kenntnis vom Vertrag zurücktreten.

  3. 03

    Arglist

    Anfechtung bis zu zehn Jahre rückwirkend: Erstattungen werden zurückgefordert, gezahlte Beiträge verbleiben beim Versicherer.

Anwartschaft und Beitragsentwicklung

Kleine Anwartschaft

Für unter 10 € im Monat wird der heutige Gesundheitszustand konserviert: Beim späteren Einstieg entfällt die erneute Gesundheitsprüfung. Alterungsrückstellungen werden nicht aufgebaut.

Große Anwartschaft

Konserviert zusätzlich das Eintrittsalter über Alterungsrückstellungen und sichert lebenslange Beitragsvorteile. Der Beitrag ist steuerlich absetzbar.

Beitragsentlastungstarif

Ein 30-Jähriger zahlt beispielsweise rund 25 € im Monat zusätzlich und erhält dafür ab 65 garantiert 100 € weniger Beitrag — lebenslang. Der Arbeitgeber trägt die Hälfte innerhalb des Höchstzuschusses.

Eigenvorsorge mit ETF

ETF-Sparplan, ETF-Rentenversicherung oder ETF-Rürup mit Steuervorteil und lebenslanger Rente. Vorteil: Das Kapital bleibt flexibel verfügbar.

Ein Tarif funktioniert wie eine große Gemeinschaft: Rund 100.000 Versicherte gleichen Eintrittsalters teilen die anfallenden Kosten. Beiträge dürfen nur angepasst werden, wenn tatsächliche Kosten oder Lebenserwartung die gesetzlichen Schwellenwerte nach VVG, VAG und KVAV überschreiten und ein unabhängiger Treuhänder zustimmt (§ 203 VVG). Haupttreiber ist die medizinische Inflation; für das Alter sorgt zusätzlich der gesetzliche Zuschlag von zehn Prozent vor.

Kapitel 6

Aufsicht, Sicherheit und Finanzierung

Wer die PKV kontrolliert — und warum der Vertrag sicher ist

Die BaFin beaufsichtigt die privaten Krankenversicherer nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Sie überwacht unter anderem die Bildung der Rückstellungen, den Ausschluss der ordentlichen Kündigung, das Tarifwechselrecht nach § 204 VVG, den Basistarif mit einem Beitrag höchstens in Höhe des GKV-Höchstbeitrags von 1.017,19 € (2026) bei Leistungen auf GKV-Niveau, die Sicherungssysteme sowie die Arbeit der verantwortlichen Aktuare. Bei Streitfällen hilft der PKV-Ombudsmann kostenlos.

Kapitaldeckung statt Umlage

Die GKV finanziert sich im Umlageverfahren zuzüglich Bundeszuschuss und ist damit demografisch anfällig. Die PKV bildet verzinste Alterungsrückstellungen; von Überzinsen fließen mindestens 90 Prozent an die Versicherten zurück.

Was bei Insolvenz passiert

Bislang nie vorgekommen. Andernfalls übernimmt die Auffanggesellschaft Medicator AG alle substitutiven Bestände, erfüllt laufende Leistungen und verteilt die Verträge auf aktive Versicherer.

Der Vertrag ist unkündbar

Die substitutive Krankenversicherung kann vom Versicherer nicht ordentlich gekündigt werden, nachträgliche Risikozuschläge sind ausgeschlossen. Einzige Ausnahme ist die Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Aufnahme: Zwang gegen Prüfung

Die GKV unterliegt dem Kontrahierungszwang, die PKV prüft frei nach eigenen Annahmerichtlinien. Vergleich und anonyme Voranfrage lohnen sich deshalb doppelt.

Nebenberuflich selbstständig — was gilt?

KonstellationFolge
Anstellung überwiegtEs bleibt bei der GKV-Pflichtversicherung; auf Gewinne aus der Nebentätigkeit fallen keine zusätzlichen Beiträge an.
Selbstständigkeit überwiegtVersicherungsfreiheit tritt ein, ein Wechsel in die PKV ist möglich — mit Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss aus der Anstellung.
MischfallDie Kasse prüft auf Antrag anhand weiterer Kriterien, wo der berufliche Schwerpunkt liegt.

Kapitel 7

Checkliste: die unverzichtbaren Bausteine

Acht Qualitätsmerkmale, an denen sich starke Tarife erkennen lassen

  • Krankentagegeld ab dem 43. Tag — existenziell; die Höhe inklusive vollem PKV-Beitrag und Altersvorsorge kalkulieren, innerhalb der Grenze von 135,63 € pro Tag (2026).
  • Weltweite Leistungen — gute Tarife erstatten weltweit bis zu den inländischen Höchstbeträgen; übersteigende Kosten sind nach § 33 EStG absetzbar.
  • Offener Heil- und Hilfsmittelkatalog — garantiert die Übernahme künftiger medizinischer Innovationen; geschlossene Kataloge schließen davon aus.
  • Wahlleistungen im Krankenhaus — Behandlung durch Spezialisten oder Chefarzt und Ein-Bett-Zimmer, insbesondere bei planbaren Operationen.
  • Erstattung über den GOÄ- und GOZ-Höchstsätzen — Regelhöchstsatz 2,3-fach, mit schriftlicher Begründung 3,5-fach (medizinisch-technisch 1,8, Labor 1,15).
  • Direkter Zugang zum Facharzt — ohne Primärarztprinzip. Tarife mit Hausarztbindung sind günstiger, kürzen aber beispielsweise auf 80 Prozent Erstattung beim direkten Weg zum Spezialisten.
  • Kulante Zahnstaffel und Zahnersatz bis 90 Prozent — kurze Staffelzeiten und hohe Erstattungssätze zahlen sich spätestens beim ersten Implantat aus.
  • Sinnvolle Zusatzbausteine — Krankenhaustagegeld bis 340 € pro Tag, steuerfrei und zeitlich unbegrenzt, sowie Kurtagegeld bis 250 € pro Tag für Reha und Anschlussheilbehandlung.

Kapitel 8

Steuern, Fazit und nächste Schritte

Was das Finanzamt beisteuert — und wie es weitergeht

Beiträge zur Basisabsicherung sind nach § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG unbegrenzt als Sonderausgaben absetzbar, auch die Beiträge für Kinder und die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung. Anteile für Wahlleistungen zählen nur bis 1.900 € für Ledige beziehungsweise 3.800 € für Verheiratete. Der Arbeitgeberzuschuss wird gegengerechnet: Von 600 € Beitrag mit 300 € Zuschuss sind nur 300 € ansetzbar. Erfolgsabhängige Beitragsrückerstattungen mindern die Sonderausgaben im Zuflussjahr, garantierte Rückerstattungen gelten als Versicherungsleistung. Selbstbehalte können als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG wirken.

77.400 €
JAEG 2026
84.600 €
JAEG-Prognose 2027
1.226,44 €
GKV-Höchstbeitrag KV + PV

Das Fazit

Die private Krankenversicherung ist kein Sparmodell — sie ist der Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung, vertraglich lebenslang garantiert. Entscheidend sind die richtige Motivation, vollständige Gesundheitsangaben und ein Tarif, der die Bausteine aus Kapitel 7 tatsächlich enthält. Wer so wechselt, wechselt einmal — und richtig.

  1. 01

    Bedarf und Zeitpunkt klären

    Ausgangslage, Budget und Wechselzeitpunkt bestimmen — unverbindlich und produktneutral.

  2. 02

    Anonyme Risikovoranfrage

    Versicherbarkeit bei mehreren Gesellschaften prüfen, ohne Eintrag im Hinweis- und Informationssystem.

  3. 03

    Bedingungswerk gutachterlich prüfen lassen

    Den vorliegenden Tarif Leistung für Leistung gegen das Prüfraster und die Referenztarife abgleichen lassen — mit Ampelbewertung, Rechtsbezug und Fundstelle.

Fachbeitrag · Branchendaten

PKV in Zahlen: Was die aktuellen Branchendaten für Versicherte bedeuten

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