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Bedingungswerke der privaten Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung

geprüft, geklärt und entschieden.

KV und BU werden mit eigenen Prüfdateien ausgewertet: KV in sieben Schritten, BU nach dem MasterCheck-Prüfkatalog in acht Schritten und zwölf Phasen. Beide Strecken arbeiten belegpflichtig, ergebnisoffen und mit menschlicher Fachfreigabe.

Prüfraster KV
19 Themenfelder des Prüfkatalogs
Prüfraster BU
12 Phasen des BU-Prüfkatalogs

Schritt 1 bis 7

KI-Auswertungsprozess

Jeder Schritt hat einen definierten Ein- und Ausgang sowie ein Abbruchkriterium. Wird ein Abbruchkriterium erreicht, ergeht kein Votum, sondern ein Klärungsauftrag. Der Ablauf startet mit dem Auslesen des hochgeladenen Anhangs.

  1. 01

    Eingabe vorbereiten

    Vollständigkeit, Lesbarkeit und Zulässigkeit der Unterlagen feststellen; personenbezogene Angaben auf das gutachterlich Erforderliche reduzieren.

    Eingang
    Bedingungswerk, Tarifbeschreibung, Antragsdokument, Nachträge, Beitragsdaten.
    Ausgang
    Dokumentenverzeichnis mit Dateibezeichnung, Seitenzahl, Bedingungsstand und Feststellung, welche Unterlage fehlt.
    Abbruch
    Kein maßgebliches Bedingungswerk vorhanden – Auswertung wird nicht begonnen, es ergeht ein Nachforderungshinweis.
  2. 02

    Stammdaten befüllen

    Einzelfallbezug in pseudonymisierter Form herstellen und das Aktenzeichen vergeben.

    Eingang
    Alias, Geburtsjahr, Berufsgruppe, Region, Versicherungsbeginn, Tarifstufe.
    Ausgang
    Kopfbogen der Stellungnahme mit Aktenzeichen nach dem Schema HVM-KV-JJJJ/NNNN und Angabe der Referenzfassung.
    Abbruch
    Berufsgruppe unbekannt – Gewichtung läuft ohne Berufsgruppen-Modifikator, dies ist im Gutachten offenzulegen.
  3. 03

    Phasen-Prüfung

    Den Vertrag entlang seines Lebenszyklus prüfen, weil dieselbe Klausel je Phase unterschiedlich schwer wiegt.

    Eingang
    Vertragsphasen von der Antragstellung bis zur Leistungsphase im Alter.
    Ausgang
    Phasenbezogene Befundliste je Kriterium mit Phasengewicht.
    Abbruch
    Eine Phase ist nicht dokumentiert – sie wird als „nicht belegt“ geführt, nicht als beanstandungsfrei.
  4. 04

    Bedingungskatalog anwenden

    Jedes Kriterium der Referenzfassung gegen den Bedingungstext prüfen und mit Textstelle belegen.

    Eingang
    Prüfkriterienkatalog der Referenzfassung, Wortlaut des Bedingungswerks.
    Ausgang
    Kriterienmatrix mit Ampel, wörtlicher Fundstelle (Paragraf, Absatz, Seite), Begründung und – bei roter Ampel – Rechtszitierung.
    Abbruch
    Ohne Fundstelle keine grüne Ampel; das Kriterium wird zwingend als „nicht belegt“ geführt.
  5. 05

    Preis-Leistungs-Expertise berechnen

    Das gewichtete Leistungsergebnis dem Beitrag und der Beitragsstabilität gegenüberstellen.

    Eingang
    Kriterienmatrix, Beitrag, Selbstbeteiligung, Alterungsrückstellung, Entlastungsbausteine.
    Ausgang
    Leistungsscore, Beitragsindex und Preis-Leistungs-Kennziffer mit ausgewiesener Rechenlogik.
    Abbruch
    Beitragsdaten fehlen – der Leistungsscore wird ohne Preisbezug ausgewiesen, eine Preis-Leistungs-Aussage unterbleibt.
  6. 06

    Anbieter-Benchmark ziehen

    Die bilanzielle Substanz des geprüften Unternehmens in Relation zum Marktmedian setzen.

    Eingang
    RfB-Quote, Verwaltungskostenquote, Abschlusskostenquote, Schadenquote, Nettoverzinsung, Solvenzquote, versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote, Bestandsentwicklung.
    Ausgang
    Kennzahlenspiegel mit Abweichung zum Marktmedian je Kennzahl und aggregierter Substanznote.
    Abbruch
    Kennzahlen älter als zwei Geschäftsjahre oder nicht vorhanden – Ausweis als Datenlücke, keine Substanznote.
  7. 07

    Gesamtvotum ausgeben

    Leistungsbefund, Preis-Leistungs-Kennziffer und Substanznote zu einer nachvollziehbaren Empfehlung verdichten.

    Eingang
    Ergebnisse der Schritte 3 bis 6.
    Ausgang
    Gesamtvotum, Auflistung roter Befunde mit Rechtszitierung, Klärungsaufträge, Handlungsempfehlung und Dokumentationsvermerk nach §§ 61, 203 VVG.
    Abbruch
    Mehr als zwei rote Befunde in tragenden Kriterien – kein zustimmendes Votum, sondern Votum „nicht empfehlungsfähig ohne Nachbesserung“.

Maßstab in Zahlen

19
Themenfelder im Prüfraster
7
Schritte je Auswertung
4
Bewertungsstufen der Ampel
12
Abschnitte der Musterakte

Bewertungsmaßstab

Ampelsystematik

Vier Stufen — GRÜN, GELB, ROT, GRAU —, keine Zwischenstufe. Die Methodik ist im Beitrag Ampelsystematik der Referenzfassung ausführlich erläutert.

Grün

Die Regelung ist eindeutig belegt und entspricht dem Soll-Standard oder übertrifft ihn; eine Schlechterstellung gegenüber der gesetzlichen Mindestregelung ist nicht ersichtlich.

Faktor 1

Gelb

Die Regelung ist wirksam, bleibt jedoch hinter dem erreichbaren Soll-Standard zurück, ist auslegungsbedürftig oder nur unvollständig dokumentiert; Nachfrage- oder Nachverhandlungsbedarf. Hierunter fallen auch Nachweis-, Zusage- und Obliegenheitserfordernisse, die früher als „Hinweis“ (KV: ⚠, BU: INFO) geführt wurden.

Faktor 0.6

Rot

Die Regelung führt zu einer wesentlichen Deckungslücke, ist unbestimmt oder begegnet rechtlichen Bedenken. Zwingend mit Fundstelle und Rechtszitierung zu belegen.

Faktor 0 · Normzitat zwingend

Grau

Im vorgelegten Bedingungswerk konnte keine einschlägige Textstelle festgestellt werden. Keine Bewertung zugunsten oder zulasten des Versicherers; das Kriterium bleibt aus Zähler und Nenner der Wertung heraus und wird als Klärungsauftrag ausgewiesen (R4).

Faktor 0

Verbindliche Vorgaben

KI-Verhaltensregeln

Bedienung per Tastatur: Tab zum Wechseln, Pfeiltasten für die Auswahl, Enter oder Leertaste zum Auf- und Zuklappen.

Aufbau der Stellungnahme

Gliederung A bis J

Bedienung per Tastatur: Tab zum Wechseln, Pfeiltasten für die Auswahl, Enter oder Leertaste zum Auf- und Zuklappen.

Vollständige Musterakte mit allen Abschnitten ansehen

Ratgeber beider Sparten

Grundlagenwissen, bevor geprüft wird

Sparte KV· Private Krankenversicherung

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Sparte BU· Berufsunfähigkeitsversicherung

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